Das Unglück
Die Auswirkungen
Problematik
Schicksale
 

           

 

Schicksale

1999 war ein Kind in der Gruppe, ein lustiger, kesser Junge, dem ein Tumor aus der Kiefernhöhle samt Kiefer und dem Gaumen entfernt worden war. Bis zur Augenhöhle war alles offen. Der Kleine hatte ein schiefes Gesichtchen, und wenn er lachte, und er lachte gerne, kniff er schnell den Mund zu: eine schwarze Höhle neben dem verbliebenen Schneidezahn entstellte das Kindergesicht.
Er bekam bei uns einen neuen Kiefer samt Abdeckplatte für den Gaumen und nun ist er wieder ein hübscher, lachender Junge.

Ein kleines Mädchen von 7 Jahren kam mit deformiertem Kopf : nach der Hirntumor-Operation war die Schädeldecke nicht wieder eingesetzt worden! Abgesehen von der Entstellung war das lebensgefährlich für das Kind. Es bekam immer einen dicken Turban umgewickelt, denn jeder Sturz hätte tödlich sein können; es war ja nur Kopfhaut über dem offenen Hirn.
Sie bekam bei uns eine neue Schädeldecke und fand sich wieder richtig hübsch mit dem neuen runden Kopf. Die linksseitige Lähmung konnte nicht vollständig beseitigt werden, aber sie konnte rennen! Als sie hier ankam, musste sie geführt werden.

Oder der kleine Dima, unser aller Liebling. Ein zauberhaftes 5jähriges Kind mit großen blauen Augen. Nach einer Hirntumor-Operation kam er zu uns. Am Anfang konnte er nur hingestellt oder -gesetzt werden wenn seine Mutter ihn festhielt. Auch war seine Sprache erheblich gestört. Als die beiden abfuhren, konnte er schon kurze Strecken an Mutters Hand laufen und sprach auch wieder. Im Dezember kam Dima noch einmal zu einigen abschließenden Behandlungen nach Wandlitz; seine Mutter hatte zu Hause fleißig mit ihm geübt. Wir fanden ihn im Spielkeller bei seinem heißgeliebten Kaufmannsladen: "Dima, da bist du ja wieder!" Er drehte sich um und kam ganz alleine mit weit ausgebreiteten Armen auf uns zugelaufen!


 

Der Tschernobyl Reaktor

 






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