Am 26. April 1986 ereignete sich im Atomkraftwerk
Tschernobyl der bisher schwerste Unfall in der
Geschichte der Atomenergie-Nutzung.

 

 

Kinder, die lange nach der Katastrophe geboren
wurden, leiden auch heute an den Folgen dieses
entsetzlichen Unglücks.

Seit 1994 hilft der Verein "Hilfe für krebskranke
Tschernobyl-Kinder" e.V. den Betroffenen, ihr schweres
Leben besser zu meistern.

Aus Anlass des 25. Jahrestages der Reaktorkatastrophe
ein kurzer Überblick über unsere Arbeit.

Unser Verein...
...hat seit 1994 583 Kinder und Jugendliche eingeladen. Sie wurden hier untersucht, wenn es nötig war operiert, mit Prothesen versorgt und physiotherapiert. Einige mussten mit Chemotherapien behandelt der bestrahlt werden. Viele Patienten kamen wegen wiederholter Erkrankungen oder Nachuntersuchungen mehrfach zu uns. Die häufigste Erkrankung unserer Patienten Hirntumore (362 Fälle) und Knochentumore (209 Fälle). Aus diesen Zahlen lassen sich allerdings keine Rückschlüsse auf die statistische Verteilung der Krebserkrankungen in Belarus ziehen, da die Kinder, die wir einladen, in Kooperation mit der Klinik in Minsk danach ausgewählt werden, ob ihnen in Berlin wesentlich besser geholfen werden kann als in ihrer Heimat. Wir haben seit 1994 252 MRT's und zahlreiche andere diagnostische Maßnahmen (CT, Röntgen etc.) durchgeführt. 129 Patienten wurden mit Prothesen oder Endoprothesen versorgt; 104 Patienten wurden operiert. Wir haben darüber hinaus 33 Ärztinnen und Ärzte sowie 23 Therapeuten und Therapeutinnen fortgebildet und damit einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau einer eigenen Rehabilitationsmedizin in Belarus leisten können. Insgesamt hat der Verein aus Spenden 4,7 Mio. EUR für die Behandlung von 583 Patienten ausgegeben. Seit 2007 liegt der Schwerpunkt der Arbeit nicht mehr bei Reha-Maßnahmen nach Operationen, sondern bei komplizierten Operationen von Hirntumoren, der Erneuerung von Knochen- und Gelenkprothesen und der Versorgung amputierter Kinder mit Prothesen.

Der Verein finanziert all diese Untersuchungen, Operationen und Prothesen ausschließlich aus Spendengeldern. Alle Verwaltungskosten werden von den Vereinsmitgliedern privat getragen.

Wir danken allen Spendern und ehrenamtlichen Helfern für ihr großes Engagement!